Etwa 1 Kilometer westlich von Goesdorf
liegt in den Lohhecken die Antimonmine von Goesdorf. Diese Erzgruben machten
Goesdorf in früheren Zeiten als Industrieort bekannt. Der Ortsname
hieß ehemals Gießdorf und wechselte im Lauf der Zeit zu dem
Namen Goesdorf. Anzunehmen ist, dass schon die Kelten und Römer hier
nach Erzen von Silber, Pyrit, Quarz, Kupfer und Blei gruben, aber hauptsächlich
Antimonit zu Tage förderten. Im Jahre 1354 war es Graf Wenzel, welcher
nachweisbar eine Ermächtigung zur Ausbeutung dieser Antimongrube ausstellte.
Im Jahre 1935, kurz vor der Stilllegung der Mine wurde sogar ein hochgradiger
Antimonblock von 52 Kilo gefunden, was zu jener Zeit einen Weltrekord war.
Antimon, auch Spießglanz genannt, ist in unserer Gegend ein recht
seltenes Metall, welches früher in der Kosmetik, der Alchemie und der
Medizin mit oft verheerenden Folgen zum Einsatz kam, da die Einnahme von
größeren Mengen zu Vergiftungen führt. Als Härtezusatz
bei Bleilegierungen zur Herstellung von Drucklettern und Akkumulatoren wird
das Metall heute verarbeitet.
"Auf der Spur des Antimons" heißt der geologische
Entdeckungs- und Orientierungspfad, welcher auf einem Konzept vom Nationalen
Naturmuseum basiert, und im Rahmen der EU Initiative LEADER II mit finanzieller
Hilfe der Gemeinde Goesdorf angelegt wurde.
Die Vereinigungen G.S.R.A.(Höhlenforscher) aus Everlingen und der lokale
S.I. der Gemeinde Goesdorf arbeiten seit 1998 an der Freilegung des Entwässerungsstollen
mit dem Ziel, die verschütteten Erzgänge zu erreichen.
Siehe auch:
• www.speleoteam.lu
• www.agmp.lu
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