Nocher

Nocher mit Nocherstraße hat die meisten Einwohner. Hier befindet sich auch das neue Mehrzweckzentrum (1990) sowie das neue Gebäude der Primärschule (1995) Nocherstrasse ist ein Dorfteil von Nocher welcher ungefähr 1 Km von Nocher entfernt an der Staatsstraße CR321 von Wiltz nach Goesdorf liegt. Früher waren beide Ortsteile klar getrennt heute sind sie aber bedingt durch die vielen neuen Häuser zusammengewachsen.

Geschichtliches über Nocher

Nocher (oder in der Siedlungsgeschichte noch: „Nochren (1256) oder „Nocheren“ (1459)) kann, seiner Endung wegen, auch ein vordeutscher Flussname gewesen sein resp. herrührend von "zu Nock" was gleichbedeutend ist mit "rundlicher Hügel".

Während der Feudalzeit gehörte Nocher, genau wie Dahl, zur Herrschaft Wiltz. Die älteste bekannte Urkunde über Nocher stammt aus dem Jahre 1256.

1537 zählte "Nochern" 13 Feuerstellen. 1605 werden für Nocher folgende Namen genannt:

  1. Gerard Nielis
  2. Koen Theis
  3. Neumeltz Jehan
  4. Hansen Theis
  5. Fautschen Theis
  6. Heurfarts Jehan.

Steuerfrei waren: Heren Claus – Claes Theonis – Hammes Sondag – Reiffs Michel und Rucken Theis. Diese waren "pauvres et mendians bruszlez par les gens de guerre".

Die Kirche in unserem Dorf

Urkundlich wird die Kapelle in Nocher erstmals in einem Schenkungsakt vom 3. Mai 1444 erwähnt. Sie war der Hl. Luzia geweiht und dürfte von den dortigen Einwohnern auf eigene Kosten erbaut worden sein. Zu Beginn des Jahres 1752 wurde die baufällige Kapelle durch den Baumeister Josef Kaub aus Esch/Sauer neu erbaut.

1808 wurde Nocher der neu errichteten Pfarrei Dahl einverleibt.

Nach der Rundstedt-Offensive musste das Gotteshaus total restauriert werden und erst 1949 konnte die Kapelle, der erstmals eine eigene Sakristei angefügt worden war, für den Gottesdienst freigegeben werden.